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Im Folgenden finden Sie Erläuterungen zu Begriffen aus dem Energiesektor, die Ihnen vielleicht bislang unklar waren. Sollten Sie einen Ausdruck oder eine Erklärung vermissen, so freuen wir uns über einen Hinweis per Mail an info(at)lumenaza.de

Gesammeltes Wissen

  • Dezentrale Energieversorgung – kann das funktionieren? +

    Angestoßen durch EU-Richtlinien zur Elektrizitätsmarktliberalisierung wurde 2005 das novellierte Energiewirtschaftsgesetz verabschiedet, welches eine Öffnung des Energiemarktes für neue Akteure erlaubte. Die gesetzliche Förderung von erneuerbaren Energieanlagen führte zu einem starken Ausbau der erneuerbaren Energien. So werden in Deutschland mittlerweile über 30 Prozent der Elektrizität aus mehr als 1,6 Millionen Anlagen erzeugt. Lumenaza hilft mit seiner technologischen Plattform der dezentralen Energiewende zum Erfolg, da unnötiger Netzausbau verhindert, die lokale Wertschöpfung gesteigert und die Transparenz erhöht wird. Lesen Sie hier mehr über unser Angebot für Energieakteure.

  • Was bedeutet utility-in-a-box? +

    Wir bieten fast alle Funktionen eines Energiedienstleisters modular und hochautomatisiert als „utility in a box“ an. Unsere Software-Plattform ermöglicht es, alle Teilnehmer der neuen Energiewelt wie Versorger, Produzenten, Verbraucher, Batterie- und Elektromobilbesitzer zu vernetzen und bietet Lösungen für den gewandelten Energiemarkt.

  • Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Software-as-a-Service“? +

    Software-as-a-Service (SaaS) bedeutet, dass Software und IT-Infrastruktur von einem Dienstleister betrieben werden und Kunden diesen Service cloudbasiert nutzen können. Die Vorteile für den Kunden liegen insbesondere in einer schnellen Implementierung, einer transparenten Kostenstruktur sowie einem geringen Investitionsrisiko. SaaS bietet somit die Möglichkeit White-Label-Produkte anzubieten, die unter verschiedenen Namen beziehungsweise Marken angeboten werden. Die Kunden entscheiden gemeinsam mit Lumenaza, welche Services der Lumenaza-Plattform benötigt werden. Wir passen die Software individuell an und übernehmen Wartung und Weiterentwicklung – unsere Kunden können sich so auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.

  • Wie funktioniert Direktvermarktung? +

    Der Begriff Direktvermarktung bezeichnet den Verkauf von aus erneuerbaren Energiequellen erzeugtem Strom an Stromverbraucher oder an der Strombörse. An der Börse wird der Grünstrom gleichberechtigt neben konventionell erzeugtem Strom gehandelt und zum selben Marktpreis verkauft. Für eine Direktvermarktung stehen den Produzenten von erneuerbarem Strom zwei Wege offen.
    Betreiber von erneuerbaren Energieanlagen können seit dem 01.01.2012 ihren Strom über das Marktprämienmodell direktvermarkten. Die finanziellen Unterschiede zwischen der vorherigen fixen EEG-Vergütung des Grünstroms und dem an der Börse erzielten Preis wird über eine Marktprämie ausgeglichen. Dabei entspricht die Höhe des durchschnittlichen monatlichen Marktpreises an der Strombörse zuzüglich der Marktprämie genau der fixen EEG-Vergütung vor der Direktvermarktung, sodass dem Produzenten von Grünstrom keine finanziellen Nachteile entstehen. Verkauft ein Erzeuger den regenerativ erzeugten Strom an der Strombörse in Zeiten starker Nachfrage und somit zu Preisen oberhalb des durchschnittlichen Marktpreises, kann er höhere Erlöse als in der zuvor fixen EEG-Vergütung erzielen.
    Weiterhin können Produzenten ihren Strom innerhalb der sonstigen Direktvermarktung an der Börse direkt zum Marktpreise ohne weitere Förderung verkaufen. Dies ist jedoch ein eher unüblicher Weg, da die finanziellen Unterschiede zu der vorherigen EEG-Vergütung zu beträchtlich sind.

  • Was beinhalten sogenannte Markt-, Flexibilitäts- und Managementprämien? +

    Das Marktprämienmodell wurde eingeführt, um eine verbesserte Integration der erneuerbaren Energien in den Markt zu gewährleisten. Die Marktprämie wird an Produzenten von Strom aus erneuerbaren Energiequellen gezahlt, die aus dem bislang fixen EEG-Vergütungsmodell in die Direktvermarktung des Stroms an der Strombörse wechseln. An der Strombörse erhalten die Produzenten den regulären Marktpreis, welcher oftmals unterhalb der festgelegten EEG-Vergütung liegt. Die Differenz zwischen der bisherigen Vergütung und dem realisierten Marktpreis an der Strombörse wird durch die Marktprämie ausgeglichen. Die Marktprämie errechnet sich aus der fixen Einspeisevergütung und einem Referenzmarktwert. Der Referenzmarktwert ergibt sich aus den durchschnittlich am Spotmarkt erzielten Stundenpreisen gewichtet mit einem energiespezifischen Faktor  abzüglich einer Managementprämie. Die Managementprämie entschädigt die Betreiber von erneuerbaren Energieanlagen für den zusätzlichen Aufwand, der beispielsweise aus der Erstellung von Einspeisungsprognosen entsteht. Betreiber einer Biogasanlage erhalten, wenn sie an der Direktvermarktung teilnehmen, eine Flexibilitätsprämie, um die Produktion von Strom aus Biomasse als regelbare Leistung voranzutreiben.

  • Wie funktioniert die Strombörse? +

    Die European Energy Exchange (EEX) mit Sitz in Leipzig entstand im Jahr 2002 durch die Fusion der deutschen Strombörsen Frankfurt und Leipzig. An der EEX werden Kontrakte auf Strom, Kohle und Emissionsberechtigungen sowie Fracht- und Agrarprodukte gehandelt oder zum Clearing registriert. Die EEX bietet den Spot- und Terminhandel für eine Vielzahl von europäischen Strommarktgebieten an. Am Spotmarkt können Beschaffung und Verkauf bis 30 Minuten vor Lieferung optimiert werden. Am Terminmarkt haben die Handelsteilnehmer die Möglichkeit, sich bis zu sechs Jahre in die Zukunft gegen zukünftige Preisänderungsrisiken abzusichern. Darüber hinaus bietet die EEX Produkte an, die vor dem Hintergrund des steigenden Anteils erneuerbarer Energien im Strommix eine größere Flexibilität im Handel ermöglichen.

  • Was ist ein Bilanzkreis? +

    Damit die Erzeuger von Strom ihren Strom über das Netz überhaupt an die korrekten Abnehmer liefern und diese auch abrechnen können, werden so genannte Bilanzkreise benötigt. Ein Bilanzkreis ist ein virtuelles Konto, welches die Verbindung zwischen digitalem Energiehandel und analoger Energieübertragung herstellt. In diesem Bilanzkreis werden alle Einspeise- und Entnahmestellen innerhalb einer Regelzone zusammengefasst. Der Bilanzkreisverantwortliche hat sicherzustellen, dass innerhalb einer jeden Viertelstunde die Entnahmen sowie Einspeisungen ausgeglichen sind.

  • Wie funktioniert Bilanzkreismanagement? +

    Um den Bilanzkreis kontinuierlich ausgeglichen zu betreiben, ist ein Bilanzkreismanagement durch den Bilanzkreisverantwortlichen nötig. Dieses enthält die Erstellung täglicher Lastprognosen und die Überwachung der Bilanzkreisabweichung. Weiterhin umfasst das Bilanzkreismanagement den Abschluss von Bilanzkreisverträgen, die Führung und Betreuung von Bilanzkreisen sowie die Abrechnung dieser. Lumenaza unterstützt Sie bei dem Bilanzkreismanagement – finden Sie hier mehr heraus.